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Was kostet ein Verlobungsring? Ein ehrlicher Überblick

Was kostet ein Verlobungsring? Ein ehrlicher Überblick

Die Frage nach dem Preis ist meistens die erste, und gleichzeitig die schwierigste. Denn es gibt keine pauschale Antwort. Ein Verlobungsring mit Diamant kann 1.500 Euro kosten oder 15.000 Euro, und beides kann die richtige Wahl sein.

Dieser Artikel gibt dir ein klares Bild davon, was den Preis ausmacht, wo die Unterschiede liegen und wie du einen Ring findest, der zu deinen Vorstellungen passt.

Was bestimmt den Preis eines Verlobungsrings?

Ein Verlobungsring besteht im Wesentlichen aus zwei Komponenten: dem Diamanten und der Ringfassung. Und der Diamant dominiert den Preis.

Der Diamant (70–80 % des Preises)

Die Qualität eines Diamanten wird anhand der sogenannten 4Cs bewertet: Carat (Gewicht), Cut (Schliff), Clarity (Reinheit) und Color (Farbe). Jeder dieser Faktoren beeinflusst den Preis, aber nicht alle gleich stark.

Ein Beispiel, das die Spanne verdeutlicht:

Diamant Qualität Ungefährer Preis
0,50 ct Brillant Exzellenter Schliff, G Farbe, VS2 Reinheit ca. 1.000–1.500 €
0,80 ct Brillant Exzellenter Schliff, G Farbe, VS2 Reinheit ca. 2.000–3.000 €
1,00 ct Brillant Exzellenter Schliff, G Farbe, VS2 Reinheit ca. 4.000–6.500 €
1,50 ct Brillant Exzellenter Schliff, G Farbe, VS2 Reinheit ca. 8.000–13.000 €
2,00 ct Brillant Exzellenter Schliff, G Farbe, VS2 Reinheit ca. 14.000–25.000 €

Wichtig zu verstehen: Der Preis steigt nicht linear mit dem Karatgewicht. Ein 1-Karat-Diamant kostet nicht doppelt so viel wie ein 0,5-Karat-Diamant, sondern deutlich mehr. Das liegt daran, dass größere Diamanten in der Natur seltener vorkommen.

Und genau hier liegt eine der klügsten Entscheidungen, die du treffen kannst: Ein Diamant mit 0,90 ct sieht am Finger praktisch identisch aus wie einer mit 1,00 ct, kostet aber oft mehrere Hundert Euro weniger.

Mehr dazu, wie Diamantpreise im Detail funktionieren, findest du in unserem Leitfaden zu Diamant-Preisen.

Die Ringfassung (20–30 % des Preises)

Die Fassung (also der Ring selbst) variiert je nach Material und Design:

Material Preisbereich (Fassung)
750er Weißgold (18K) ca. 800–1.500 €
750er Gelbgold (18K) ca. 800–1.500 €
750er Roségold (18K) ca. 800–1.500 €
950er Platin ca. 900–2.000 €

Aufwendigere Designs, etwa ein Halo-Ring mit kleinen Seitendiamanten oder eine Pavé-Fassung, kosten mehr als ein klassischer Solitär. Je größer der Diamant, desto weniger fällt die Fassung ins Gewicht.

Die Preise für Fassungen hängen vom aktuellen Gold- und Platinkurs ab. Beide Edelmetalle waren in den letzten Jahren stark schwankend, deshalb können sich die Preise verändern.

Was du für verschiedene Budgets erwarten kannst

Statt abstrakte Zahlen zu nennen, hier ein realistisches Bild:

Um 2.000 Euro

Ein wunderschöner Ring mit einem Diamanten um 0,50 ct in sehr guter Qualität. Klassischer Solitär in 18K Gold oder Platin. Am Finger deutlich präsenter, als die Karatzahl vermuten lässt.

Um 4.000 Euro

Hier öffnet sich die Auswahl spürbar. Ein Diamant um 0,70–0,90 ct mit exzellentem Schliff, in einer hochwertigen Fassung. Für viele die ideale Balance: Ein Ring, der beeindruckt, ohne Kompromisse bei der Qualität.

Um 6.000 Euro und mehr

Ein Diamant ab 1 Karat in exzellenter Qualität. Aufwendigere Designs werden möglich: Halo, Pavé, besondere Schliffformen wie Oval oder Emerald Cut. Hier beginnt der Bereich, in dem praktisch jeder Wunsch realisierbar ist.

Über 10.000 Euro

Außergewöhnliche Diamanten ab 1,5 ct, seltene Schliffformen, höchste Qualitätsstufen. Ringe, die in jeder Hinsicht Unikate sind.

Die Sache mit den „drei Monatsgehältern"

Du hast diese Regel wahrscheinlich schon gehört. Sie stammt aus einer Marketingkampagne von De Beers (dem Diamantenkonzern) aus den 1930er-Jahren. In den USA wurde sie populär, in Europa hat sie sich nie wirklich durchgesetzt.

Die Wahrheit: Es gibt keine richtige Summe. Der richtige Verlobungsring ist der, bei dem Qualität, Design und Budget zusammenpassen, nicht der, der ein bestimmtes Vielfaches deines Gehalts kostet.

Die meisten Männer haben eine Vorstellung davon, was sie investieren möchten, und wollen dann das Bestmögliche daraus machen. Und mit dem richtigen Wissen geht das auch.

Wo der Preis entsteht und wo nicht

Ein Thema, das selten offen besprochen wird: Warum kostet derselbe Diamant bei verschiedenen Anbietern unterschiedlich viel?

Die Antwort liegt in der Wertschöpfungskette. Ein Diamant durchläuft auf dem klassischen Weg mehrere Stationen: Schleiferei → Großhändler → Zwischenhändler → Juwelier → Kunde. Jede Station hat ihre Marge.

Anbieter, die direkt mit Diamanthändlern und Schleifereien arbeiten, können dieselbe Qualität zu einer anderen Preisstruktur anbieten. Nicht weil am Produkt gespart wird, sondern weil der Weg kürzer ist.

Deshalb ist Transparenz so wichtig: Wenn du den Diamanten mit all seinen Eigenschaften siehst (Zertifikat, Maße, Schliff, Reinheit, Farbe), kannst du selbst vergleichen und eine fundierte Entscheidung treffen. Achte darauf, dass ein Anbieter dir diese Details offen zeigt, bevor du dich entscheidest.

Drei Tipps, die dir beim Kauf helfen

1. Priorität auf den Schliff Von allen 4Cs hat der Schliff den größten Einfluss darauf, wie ein Diamant aussieht. Ein exzellent geschliffener Diamant mit 0,80 ct wirkt brillanter als ein mittelmäßig geschliffener mit 1,00 ct. Wenn du irgendwo mehr investierst, dann hier.

2. Clevere Kompromisse bei Reinheit und Farbe Die Unterschiede zwischen den höchsten Reinheits- und Farbstufen sind mit bloßem Auge kaum sichtbar. Ein Diamant mit VS-Reinheit (statt VVS1) oder G-Farbe (statt D) sieht im Ring identisch aus, bei deutlich anderem Preis. Mehr dazu in unserem 4Cs-Leitfaden.

3. Knapp unter den Karatgrenzen kaufen Diamanten werden an bestimmten Karatgrenzen (0,50 / 1,00 / 1,50 / 2,00 ct) sprunghaft teurer. Ein Diamant mit 0,95 ct sieht am Finger aus wie ein Einkaräter, kostet aber oft mehrere Hundert Euro weniger.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein Verlobungsring mit Diamant?

Ein Verlobungsring mit Diamant beginnt bei etwa 1.500 Euro und reicht bis weit über 10.000 Euro. Der größte Preisfaktor ist der Diamant selbst: Seine Größe und Qualität bestimmen rund 70–80 % des Gesamtpreises.

Stimmt die Regel mit den drei Monatsgehältern?

Nein. Diese Regel stammt aus einer Werbekampagne von De Beers in den 1930er-Jahren. Es gibt keinen festen Betrag, der 'richtig' ist. Entscheidend ist, dass Ring und Diamant zu deinen Vorstellungen und Möglichkeiten passen.

Warum sind Verlobungsringe online oft anders bepreist als beim Juwelier?

Online-Anbieter, die direkt mit Diamanthändlern arbeiten, haben eine schlankere Kostenstruktur: keine Ladenmiete in der Innenstadt, kein großes Lager an vorgefertigten Ringen. Das verändert die Preisstruktur, ohne dass an der Qualität gespart wird.

Du hast ein Budget im Kopf und willst wissen, was möglich ist? Sieh dir an, was wir aktuell anbieten.

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